25.-28. September 2014
Balkan- und Romalieder

Aus der Reihe “Jahresgruppe Musik”

“Everyone who sings, creates. For a song is a means of expressing one’s truth, a way of searching for the voice in the depth of one’s innermost self. The Romany people have always known this, so let their songs teach us too.”

Ida Kelarova

Wir singen traditionelle Lieder aus Bosnien, Serbien, Kroatien, Bulgarien und Griechenland sowie neuere, “jazzigere” Roma-Kompositionen von Ida Kelarova und Desiderius Dužda www.kelarova.com. Die Faszination der Balkanmusik liegt vor allem in den vorwiegend ungeraden Rhythmen begründet (7/8, 9/8, 11/8…), aber auch im unverwechselbaren Klangbild und den oft feurigen Tempi. Die Roma-Lieder sind sehr innig geeignet, unseren versteckten Gefühlen Ausdruck zu geben.

 


Beginn: Donnerstag, 18.30 Uhr
Ende: Sonntag, 14.00 Uhr

Musikalische Begleitung: Hartwig Höne, Jazzgitarre

Preis für jedes Treffen: Kursgebühr: 160,- oder 200,- Euro nach Selbsteinschätzung

Unterkunft und Verpflegung im Mehrbettzimmer: 138,- Euro (Einzel- und Doppelzimmer auf Anfrage)


Veranstaltungsort: ZEGG, 14806 Bad Belzig, 80 km s/w von Berlin. Auf dem schönen 15 ha großen Gelände am Waldrand gibt es zehn verschieden große Seminarräume, eine Aula, in den Sommermonaten ein Zirkuszelt mit festem Boden, zwei Kneipen, ein geräumiges Restaurant und ein Schwimmbad. Mehr Info auf www.zegg.de.


Anmelden →


Vorläufiger Tagesplan:

Donnerstag:
20.00 Uhr: Beginn in der Aula – Begrüßung und erste Lieder

Freitag:
8.00 Uhr: Morgeneinstimmung
9.00 Uhr: Frühstück
10.00 Uhr: zusammengesetzte Rhythmen (5/8)
12.00 Uhr: Lieder im 7/8 Takt
13.00 Uhr: Mittagessen
15.30 Uhr: Roma-Lieder von Ida Kelarova u.a.
18.30 Uhr: Abendessen
20.00 Uhr: Mehrstimmiges aus Bosnien, Serbien und Kroatien

Samstag:
8.00 Uhr: Morgeneinstimmung
9.00 Uhr: Frühstück
10.00 Uhr: zusammengesetzte Rhythmen (5/8 und 7/8)
11.30 Uhr: Lieder im 7/8 Takt mit den Rahmentrommeln
13.00 Uhr: Mittagessen
15.30 Uhr: Weitere Lieder / Beiträge der TeilnehmerInnen, Feedback
18.30 Uhr: Abendessen
20.00 Uhr: selbst gestaltetes Fest und Tanzabend im San Diego Cafe

Sonntag:
09.30 Uhr: Wiederholung der Balkan- und Romalieder, Abschluss
13.00 Uhr: Mittagessen

Ein Kommentar

  1. Ein Erfahrungsbericht über Klangbaden in „Roma- und Balkanlieder“ mit Hagara Feinbier von Fritz Schuler sagte am :

    „Ich frag dich jetzt nicht mehr“, stellte sie abschließend fest – und schwieg. Ich wusste, dass das einer Drohung sehr nahe kam. Es war meine letzte Chance! Wieso konnte ich mich eigentlich bis jetzt nicht dazu entscheiden? Mit meiner Frau hatte das jedenfalls nichts zu tun! Singen konnte es auch nicht sein. Denn Singen machte mir immer großen Spaß. Das hat man mir bis heute nicht austreiben können. Ich kam nur viel zu selten dazu. War es etwa der Gedanke an die Überwindung der Distanz: Wien – Belzig (bei Berlin), die mich eher ab- als antörnte. Oder die Organisation der Kinder während unserer Abwesenheit zu Schulanfang? Nein, das konnte es auch nicht sein, das hatte meine Frau vorausschauend ja schon gecheckt. Oder meine Horrorvorstellung als einziger Mann auf weiter Flur im Schlepptau meiner Frau unter einer Schar wilder Frauen zu singen? Lächerlich! – Warum also nicht! Wir fahren.

    Hagara Feinbier, die Leiterin des Seminars -sich selbst als „musikalische Begleiterin“ bezeichnend- hat ja schon lange zuvor unsere Familie wesentlich beeinflusst: jedesmal wenn meine Frau von einem Seminar bei ihr nach Hause kam, hat sie neue tolle Lieder mitgebracht. Und schnell wie durch einen heimlichen Sog sind meine Kinder -und auch ich- zu Fans dieser come-together-songs geworden (unter http://www.come-together-songs.de alle weiteren Infos).

    Siehe da, was für eine Überraschung! Bei der Begrüßung Donnerstag abends sitzen 11 Männer von insgesamt 24 Teilnehmern hier im Kreis: der Andreas aus Berlin, der Hans-Peter aus Eutin, Thomas, ein „Theatermensch“ aus Dachau und Wolfgang, ein Volksschullehrer aus Götzis (Österreich) um nur einige zu nennen. Dass die Bärbel, eine Sozialarbeiterin aus Weikersheim zum vierten Mal hier ist, spricht für sich. Und damit ist sie nicht die einzige „Unersättliche“. Ein paar Kennenlernspiele und schon tauchen wir ein in die Roma- und Balkanlieder. Obwohl ich sie nicht kenne, noch nie eines davon zuvor gehört habe, trällere ich zuerst verhalten, aber allmählich aus vollem Halse mit. Wunderbar! Ich sehe links und rechts. Hagaras Begeisterung für Musik zündet nicht nur mich an. Was für ein Klangbad!

    Ja, das ist Hagara, wie ich sie mir insgeheim vorgestellt habe! Mit unerschütterlicher Sicherheit holt sie jede(n) einzelne(n) ab, wo er/sie sängerisch und musikalisch steht. Und sie zieht ihn/sie mit. Ihre Anleitungen sind liebevoll und wertschätzend dabei gleichzeitig hochprofessionell. Auf diese Weise erschafft sie einen Raum, der Körper, Emotionen und Geist mit einbezieht. Wie heilsam! Die Lieder mit ihren Rhythmen und magischen Melodien tun das ihre. Wir alle sind ihr verfallen. Und wollen nur mehr davon, mehr singen, mehr klangbaden! Ohne Noten in den Händen lernen wir wie beiläufig, präzise und uns angemessen. Kein Wunder also, dass wir schnell „by heart“ singen können. Aber das ist noch nicht alles! Mit ihren vormittäglichen Rhythmus-Übungen führt Hagara spielerisch an Schritte und Bewegungen heran, langsam aufbauend, die selbst ungerade Rhythmen (5/8, 7/8) in den ganzen Körper holen. Unter großer Belustigung für uns alle – fordert sie die Koordinationsfähigkeit jedes einzelnen in Bezug auf Rhythmus-, Melodie- und Körpergefühl heraus bis der Kopf, das Kontrollorgan, auch mal kurz auf „Urlaub“ gehen darf. (Was für ein unbekannter Spaß für mich, mich in Kreistänzen zu bewegen!)

    Das im Grünen gelegene ZEGG als Seminarort in Hohen Fläming hat sich mir an diesen warmen Herbsttagen als einziger großer Campus präsentiert mit vielen herrlichen Wohlfühlzonen: dem Cafe, vor dem man in der Sonne die letzten Sonnenstrahlen sich austauschend einfangen kann. Wie auch die Mensa, die ebenso schattig-sonnige Terrassenplätzchen bietet. Natürlich der große, helle und freundliche Seminarraum. Die kleine anregende Bücherei. Die umliegenden Wäldchen. Die gut betreuten Gemüsebeete. Und das Zimmer, das mir absolute Stille, wie ich sie als Städter kaum kenne, geboten hat.

    Jeden Tag singen wir mühelos bis ca. 22:00 Uhr. Schließlich triefen wir Teilnehmer derart nach Musik, dass unser kleines Konzertchen Samstag abends nicht nur für die anderen Gäste des Hauses zum schönen Erlebnis wird. Die kleine Aufregung tanzen wir anschließend ab in der hauseigenen Disco (zu den verschiedensten Rhythmen) bis in den frühen Morgen. Ist es also ein Wunder, dass das Seminarende den meisten von uns Sonntag mittags viel zu schnell kommt? Es hat doch erst begonnen! Ich kann nur sagen: ein Genuss-Wochenende! Ein Wellness-Urlaub vom Feinsten – vor allem für die Seele.
    Ich freue mich auf das nächste Mal: Singen mit Hagara.